Donnerstag, 28. Dezember 2017

Verspätetes Weihnachtskleid

Ich habe es leider nicht pünktlich geschafft.
Erst am 26.12. abends war die letzte Handnaht am Saum erledigt. 
Es war einfach zu viel los vor dem Fest. So musste zum Beispiel noch dieser Pulli fertig werden - ein Geschenk für die Freundin des Sohnes:
 

Zum Glück steht der Baum bei uns bis zum 6.1. und so waren noch passende Fotos möglich. Ich kann mich also einreihen bei den Weihnachtskleidnäherinnen vom MMM. Zur Erinnerung - ich habe das Schwanenkleid aus der Burda 9/2012 genäht. Hier habe ich schon darüber geschrieben.
Der karierte Wollflanell ist ein Traumstoff, der sich toll trägt und nicht knittert. Das Karomuster war eine Herausforderung. Ich habe es aber geschafft, an den Seiten und bei der Rückennaht die Anschlüsse einigermaßen zu treffen. Einen Reißverschluss brauchte ich nicht.
Mit den Fake-Ledertaschen wollte ich das Klassische des Schnittes und des Stoffes brechen und habe das Lederelement auch noch bei den Ärmelabschlüssen wiederholt.

So, nun zünde ich nochmal die Kerzen am Baum an und bedanke mich bei der MMM-Crew für die gemeinsame Weihnachtskleidaktion und für die vielen inspirierenden Mittwochsmodenschauen. Ich freue mich, dass es diesen Laufsteg gibt und schätze Euer Engagement sehr.  
 

Dienstag, 19. Dezember 2017

Verpixeltes Rentier


Geburtstagsgeschenke so kurz vor Weihnachten - das ist eine zusätzliche Herausforderung, der ich mich aber gern gestellt habe. Ich wollte eine Freundin aufmuntern, der es in den letzten Monaten nicht besonders gut ging. Was zum Anlehnen und Kuscheln schien mir gut geeignet und als ich bei Andrea von Quiltmanufaktur diesen coolen Hirsch samt Anleitung fand, war mein Plan klar: ein Kissen mit und eines ohne Tier.

Erstmals habe ich so kleinteilig gepatchworkt. Doch zuvor musste ich alle Maße von Inch in Zentimeter umrechnen, da ich kein entsprechend beschriftetes Handwerkszeug besitze. So sahen dann mein Merkzettel und meine zugeschnittenen Schnipsel aus:



Ich habe immer einen Streifen zusammengesetzt und gleich angenäht, dann erst den nächsten Streifen zusammengestückelt und so weiter. Da konnte ich gegebenenfalls sofort korrigieren, wenn wegen einer Ungenauigkeit das Muster verrutscht ist. Und ich musste auch immer noch mal Teile ausgewechseln (helle durch dunkle ersetzen), um die Kontur hervorzuheben. Die Nahtzugaben habe ich, wie in der Anleitung empfohlen, auseinander gebügelt, damit das ganze Werk möglichst flach bleibt.

Dann habe ich einen relativ festen Gewebevlies aufgebügelt und damit das rückseitige Nähte-Chaos abgedeckt. Gequilltet wurde zum Schluss nur der Umgebungsstoff, nicht das Rentier.
Eine passende Satinpaspel fand sich noch und zusammengenäht waren die Kissen dann ruck-zuck. Als ich sie allerdings meinem Mann stolz präsentierte, sah er das Rentier nicht, auch keinen Hirsch oder Elch, kein Geweih -  auch nicht aus zehn Metern Entfernung. Was soll ich sagen - zu sehr verpixelt...?
Ob die rote Rudolf-Nase beim Erkennen hilft? Keine Ahnung. Die war eigentlich als Gag gedacht, denn die Kissen sollen natürlich ganzjahrestauglich sein. Nach Weihnachten kann der Knopf einfach abgeschnitten werden.
 Mal schauen, wie der "Elchtest" bei der Beschenkten funktioniert. Ich bin gespannt.

Zusammenfassung:
Schnitt: Kissenhülle 50x50 mit Reißverschluss und Paspel
Patchwork-Vorlage: Andrea von Quiltmanufaktur
Stoff: feste BW aus meinem Fundus (Ikea) 

Verlinkt bei Creadienstag

Sonntag, 10. Dezember 2017

Weihnachtskleid - es geht voran

Ich habe mich schnittmäßig nochmal neu entschieden. Und auf Bewährtes aus der Nähbloggerwelt zurückgegriffen. Das als "Schwanenkleid" bekannte Burdamodell 109 aus 9/2012  wird mein kariertes Weihnachtskleid.
Quelle: Burda
Quelle: Burda

 















 Ich habe das Modell noch nicht genäht und hatte auch die Zeitschrift nicht. Sylvia (Frauenoberbekleidung) konnte sie mir borgen - Danke 😊. Den letzten Ausschlag für diese Entscheidung (nach langer Suche, da meine Ursprungsideen nicht so gut gepasst haben) gab die Inspiration durch das Herbstkleid von Julia vom Blog Piek&Fein. Sie hat für diesen Schnitt auch einen großkarierten Stoff verwendet und ihr Kleid ist toll geworden.
Immerhin - der Zuschnitt ist geschafft.
Da es erst mein zweites Karoteil ist,  habe ich mir hier alle Mühe gegeben. Sonst geht es da bei mir auch gerne mal husch-husch, ohne Schneiderkreide. Doch diesmal habe ich den Schnitt einzeln und exakt aufzeichnet (was bei dem dunklen Wollstoff auch super funktionierte) und genau auf den Karo-Musterverlauf geachtet.
 Die Abnäher sind schon mal schön symmetrisch geworden.
Doch dann musste ich leider feststellen, dass ich keinen schwarzen Nahtreißverschluss mehr habe - blöd am späten Sonnabendnachmittag. Also nähte ich erstmal das Futterkleid, an dem ich die Belege befestigt habe und auch die Ärmel sind schon vorbereitet.
Auf das Vorderteil habe ich probehalber mal zwei Kunstledertaschen aufgesteckt. Wenn ich mich dazu entschließe, würde ich mit dem Leder auch am Ärmelabschluss nochmal einen Akzent setzen.
Es wird. Gleich am Montag kümmere ich mich um den Reißverschluss und liege dann gut im Plan. Wie es bei den anderen Weihnachtskleidnäherinnen aussieht, erfahrt Ihr hier beim MMM.