Dienstag, 24. Januar 2017

Patchworkdecke aus blauen Resten

Im Winter finde ich es hin und wieder ganz entspannend, mal nur mit kleinen und größeren Stoffvierecken zu arbeiten. Und so habe ich schon im November die blauen BW-Reste zusammengesucht und angefangen, insgesamt 40 Blöcke á 20x20cm zu nähen.


Die Decke ist 1,30m breit und 2,00m lang geworden.

Für die Verbindungsstreifen wollte ich Anfang Januar einen farblich zurückhaltenden Stoff in Beige oder Taupe bestellen. Aber da wusste ich ja schon, dass ich bei Frau Küstensockes Stoffdiät mitmachen will und habe im Fundus die gelbe Baumwolle entdeckt und mich für einen Kontrast entschieden.
Vernäht habe ich auch ein paar alte Schätzchen, wie dieses Stück eines hellblauen Bettlakens. Das war Bestandteil meiner "Aussteuer" und wurde von meiner Oma Anfang der 80er Jahre mit dem Anfangsbuchstaben meines Vornamens bestickt. Die kleinen Vierecke in Dunkelblau mit weißen Linien sind auch ein wildes 80er-Jahre-Design:
...oder dieser "Retrostoff" mit Schiffchen aus den 70er Jahren: 
Für die Rückseite habe ich allerdings neuen jeansblauen Fleece gekauft. Dann blockierte ich für längere Zeit das Bad. Der Fliesenboden erwies sich als tauglich, um beide Teile glatt aufeinander zu legen und gleich an Ort und Stelle mit großen Heftstichen miteinander zu verbinden.

Beim Nähen hat mir dann meine 45 Jahre alte Veritas gute Dienste erwiesen, denn der Stoffdurchlass ist ordentlich groß. Nur das Licht war ein bisschen funzelig...
Und weil noch ein paar zugeschnittenen blaue Teilchen übrig waren, gab es noch ein Kissen dazu. Das alles ist ein Geschenk für meine liebe Nachbarin, die vor ein paar Tagen einen runden Geburtstag feierte. Und weil es so schön passt, verlinke ich heute mit dem Creadienstag.



Sonntag, 22. Januar 2017

Stoffdiät 2017

 Als Küstensocke zum gemeinsamen Stoffabbau aufrief, war klar, das ist eine Aktion für mich. Und das sind die Vorräte in meinem Stoffschrank:
Eine konkrete Bestandsaufnahme ergab insgesamt  87 Meter, die sich so zusammensetzen:
Jersey-, Sweat- und Strickstoffe: 20 Meter
Webstoffe für Kleider, Röcke und Blusen: 27 Meter
besondere Stoffe, wie Pailettenstoff (0,65x1,00m) 
 und elastische Spitze (insgesamt 1,30m)
12 m Futterstoffe und Futter-Reste (in der Box), mit denen sich aber gut z.B. Taschen füttern lassen.
20 m Deko- und Baumwollstoffe
                                     
Was ich zum Glück kaum habe sind Mantel- und Jackenstoffe (2 Meter).
Dafür hatte ich mal eine "Fleece-Phase" (die Fußbälle sind mindestens 12 Jahre alt), aus der dieser Stapel stammt und 4 m in die Bilanz einbringt:
Dann gibt es noch eine halbe Kiste mit Patchwork- und bunten BW-Stoffen (weniger als 30cm pro Stück). Das ist aber ok, denn für kleine Täschlein, Sorgenfresser oder Kissen kann ich die hin und wieder gut gebrauchen.
Was ich allerdings genauso nervig finde, wie Monika sind diese drei Kisten mit Resten von größeren Nähprojekten die für nix Komplettes mehr taugen (also 50 cm oder weniger).
Ich kann sie einfach nicht weg tun, bin aber auch kein großer Freund von zusammengesetzten Shirts oder Kleidern o.ä. Was machen eigentlich die ganzen Vielnäherinnen mit ihren Resten???

Kein Problem habe ich mit der Menge der Schnittmuster, da ich Nähzeitschriften nur sporadisch kaufe (und das auch weiter tun werde). Die passen bei mir noch in diese 5 Holz-Ordner.

Nun wollen wir uns jeden zweiten Monat bei Küstensocke treffen und gemeinsam die Stoffberge abbauen. Im Januar geht es um unsere Ziele und Ideen - meine sehen so aus:

1. bis Mai werde ich keinen neuen Stoff mehr kaufen (dann werde ich weiter sehen)
2. für folgende Projekte habe ich schon Stoff aus dem Lager eingeplant:
    ein Kleidchen für die Nichte
    zwei Oberteile nach Schnitt "Tante Hertha"
    großes Stück aus dem Dekostoff-Stapel für eine Patchworkdecke verwenden
    schlichtes ärmelloses Oberteil aus dem Paillettenstoff
    zwei weite schwingenden Röcke (mit Blick auf den Frühling)
   
Um auch unterwegs immer wieder an die Stoffdiät erinnert zu werden, habe ich mir im Handy ein Memo angelegt, wo ich die vernähten Stoffmeter erfasse.

Also gehen wir es gemeinsam an. Wer noch Lust hat, mitzumachen, sollte hier bei Küstensocke vorbeischauen.






Mittwoch, 11. Januar 2017

Lieblingsstücke 2016

Es kommt bei mir nur sehr selten vor, dass ich einen Schnitt mehrfach nähe, aber bei meinen Wildlederfake-Kleidern habe ich es getan - Lieblingsstücke halt:

Es sind einfach alltagstaugliche Sommerteile in schönen Farben und durch den legeren Schnitt unkompliziert und locker zu tragen, trotzdem nicht sackig. Ein Griff in den Kleiderschrank, dazu Sandalen, Ballerinas oder Pumps und ich fühle mich immer gut angezogen. Hier seht ihr nochmal alle drei an der Frau:

 
 
 

Zuletzt ist das blaue Kleid entstanden. Über Schnitt und Verarbeitung habe ich hier ausführlich geschrieben.
Mein schönstes Stück ist aber dieses  Tänzerinnen-Kleid. Wegen des ungewöhnlichen Stoffes nichts für den Alltag, aber ich habe es in die Oper, zu einer größeren Sommergeburtstagsparty und zum Tanzen getragen. Überall gab es Komplimente.

Auch diesen Burda/easy-Schnitt habe ich zweimal verarbeitet und liebe beide Jacken sehr. Die wärmere trage ich jetzt fast täglich und die andere ist für die herbstlichen und frühlingshaften Übergangszeiten perfekt (auch wenn es auf dem Foto sehr winterlich aussieht). Hier und hier könnt Ihr noch etwas mehr erfahren.
Viele tolle Lieblingssachen aus dem Näh-Jahr 2016 findet Ihr heute auf dem MeMadeMittwoch-Blog. Dort lädt das ganze Team ein, Rückschau zu halten.

Dienstag, 3. Januar 2017

Tochterbluse

Diese karierte Bluse ist jetzt fertig geworden. Ein Wunsch der jüngsten Tochter, die sich auch den Stoff ausgesucht hat.
Erst das zweite Mal überhaupt habe ich mich an solch ein kleinteiliges Kleidungsstück gewagt. Kragen, Steg, Manschetten und die vielen Knopflöcher, meine Güte.


Vielleicht sollte ich auch den Kragen noch absteppen? Der Stoff ist ein wenig störrisch, was das Bügeln betrifft.
Das Karomuster des Stoffes war für mich einerseits eine Herausforderung. Beim Zuschnitt habe ich mich sehr konzentriert. Es hat aber das Nähen auch erleichtert - zum Beispiel, um die Knopflöcher präzise in einer Linie zu platzieren.
 Allerdings habe ich mit einem reichlichen Meter zu knapp kalkuliert, so dass der Stoff nicht mehr für Brusttaschen und die doppelte Passe reichte. Bei Letzterer habe ich innen mit einem schwarzen Reststück gearbeitet.
Genäht habe ich Modell 8 aus Ottobre H/W2013, Größe 36, die ich zur Taille hin auf 34 verkleinert habe. Zwei Abnäher im Rücken bringen die Bluse in Form. Auf die vorderen Längsabnäher habe ich verzichtet, da die Tochter mit der Passform sehr zufrieden war.